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Bei der Dame wird erst die Schuhform gewählt: Pumps (geschlossener Schuh, oft auch mit Gummizug) oder Sandalette (offener Schuh in verschiedenen Versionen). Dabei zählen das eigene Schönheitsempfinden und der gute Halt. Nicht jede Sohlenform ist für jeden Fuß geeignet, was sich aber schnell optisch feststellen lässt. Aus diesem Grunde führen wir so viele verschiedene Hersteller, so dass wir für jede Fußform einen passenden Schnitt finden können.
Dazu gilt anzumerken das Pumps für Tango Argentino weniger geeignet sind. Auch kann man in einer Sandale eher Standard und Latein tanzen als im Pumps, welcher eine gute Streckung des Spannes nicht so zulassen würde. Bei den Herren gibt es nicht so schwierige Fragen. Meist gibt es bei den Herrenschuhen weniger Versionen als bei den Damenschuhen. Es ist mehr Breite und Spann ausschlaggebend, sowie natürlich Stil und Geschmack...
Danach entscheidet sich Frau sich für eine Absatzhöhe. Dazu wäre zu sagen: Je flacher und breiter, desto standfester. Der Schuh soll zum Tanzen sein, nicht nur zum Gehen. Wenn Frau einen hohen Absatz gewöhnt ist, kann auch dieser gewählt werden. Kauft aber eine Turnschuhträgerin ihren ersten Tanzschuh, so würde sie sich auf einem schmalen 7 cm-Absatz ständig unwohl fühlen, und wenn beim Tanzunterricht die Gedanken ständig beim Fuß sind (dies gilt auch für drückende Schuhe) ist nicht mehr viel Platz zum Technik lernen oder Genießen. Bei der Herren liegt die Absatzhöhe meist um die 2 cm. Im Lateinbereich wird natürlich ein kubanischer Absatz (meist 3,8 cm) bevorzugt, da Lateinschritte mit viel Streckung im vorderen Bereich des Fußes getanzt werden. Für Männer die Standard und Latein tanzen, die Schuhe aber zwischen den Tänzen nicht wechseln wollen hat Dance Affairs von Diamant (Dance Art) ein spezielles Modell mit 3 cm Absatz produzieren lassen.
Bei der Materialwahl sollte man danach gehen, wofür man den Schuh benutzen möchte. Ist der Schuh für Trainingszwecke bzw. für den Tanzkurs vorgesehen, oder soll er festlich erscheinen für bessere Aktivitäten wie z.B. Bälle? Natürlich kann ein Schuh auch für beides getragen werden. Generell sei gesagt, ein Tanzschuh aus glattem Leder (Nappa o.ä.) ist robust und verträgt auch so manchen Fehltritt. Somit eignet sich Leder am besten für Training oder Kurs. Wildleder bzw. Velours ist dagegen noch bequemer, da es weicher ist, also fast nie Druckstellen produziert, ist aber empfindlicher wenn mal jemand "aus Versehen" darauf tritt (tun Männer aber fast nie...) und es sieht Verbindung mit Strass sehr edel aus, und somit ideal für festliche Anlässe..., Dance Affairs führt sogar Varianten aus Ziegenvelourleder, welches in Weichheit fast nicht zu übertreffen ist. So haben wir natürlich auch Ziegenvelourvarianten für den Herrn.
Prinzipiell muss man entscheiden, ob man einem weichem oder festeren Material den Vortritt gibt. Wir führen z. B. Herren- und Damenschuhe Lammnappaleder. Diese Schuhe sind natürlich höher im Preis (ab ca. 90 Euro) - schmiegen sich aber druckstellenfrei an den Fuß, dehnen sich aber auch schneller aus ! Im Lateinbereich kommt es z.B. auf einen festen Sitz im vorderen Bereich an da man nicht durch den Schuh durchrutschen darf, - dehnt sich also der Schuh zu schnell, - verliert er für eine Turniertänzerin zu schnell die Funktion.
Den ersten Tanzschuh kauft man bei unzureichender Beratung oft zu groß. Beim Sitz der Schuhe muss man folgendes beachten. Fast alle Materialien dehnen sich beim Tanzen durch die Belastung und die Fußwärme aus. Je nach Material und Verzierung des Schuhes geben sie mindestens noch 1 bis 2 Millimeter nach, manchmal sogar mehr. Ein Millimeter ist in einem Tanzschuh eine Welt... Der Schuh sollte also richtig fest sitzen (nicht vom Straßenschuh ausgehen, indem man oft rundherum noch 4 Millimeter Platz hat), man darf rundherum einen festen Druck des Materials spüren. Es dürfen aber keine Zehen übereinander geschoben werden, d.h. der ganze Fuß sollte aufliegen und vor allem die Zehen von vorne keinen Druck bekommen, da man dort empfindliche Nerven hat. Bei Dance Affairs dürfen (sollen) die Kunden die Schuhe gerne mal 10 Minuten anlassen und damit durch das Geschäft laufen, "böse Stellen" kann man dann meist schon bemerken. Oft werden wir nach ausreichendem Anprobieren gefragt, ob es das Paar dann noch mal in "neu" gibt, da sich bei sehr weichen Ledersorten schnell Tragefältchen bilden. Wir bevorzugen aber, lieber einen Schuh mit einem kleinen Fältchen zu verkaufen, als einen der "drückt"!
Unsere Stammkunden wissen dies zu schätzen.
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