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Der Boden ist trotz Tanzschuh zu glatt

Aufrauhbürste

Aufrauhbürste

Antirutsch

Antirutsch

Sliding No.1

Sliding No.1

Die sogenannte Chromledersohle unter den Tanzschuhen, eine Art Wildleder, ist grobporig, bzw. hat Fasern. Bewegen wir uns nun auf einem Boden, der nicht ganz sauber ist, (auf dem auch Menschen mit Straßenschuhen gehen oder tanzen, und so Sand und feinen Schmutz mit hereinbringen), setzt sich dieser feine Schmutz zwischen die Fasern und die Sohle ist nicht mehr so griffig. Diesen Schmutz bürstet man aus den Fasern heraus. Dafür nimmt man eine sogenannte "Aufrauhbürste".

Außerdem kann man die Griffigkeit auch durch spezielle Wachse steigern. Dance Affairs führt aus diesem Grunde verschiedene Produkte. Antirutsch aus dem Hause Vitotal, ein sehr feines Puder, empfehlen wir mehr für die Präparation des Schuhes selbst, - der Schuh wird mit der Aufrauhbürste aufgerauht, und direkt danach in eine kleine Menge Antirutsch, die man vorher auf den Boden gestreut hat, getreten. Dieses Pulver verkaufen wir mehr an Lateintänzer. Die Schuhe werden im ersten Moment extrem stumpf, was sich aber bei zunehmendem Tanzen wieder verliert.

Ein weiteres Produkt is Sliding No.1. Dieses Produkt ist etwas gröber geflockt und eignet sich zu oben beschriebenem Vorgang sowie auch zur Abstreuung einer ganzen Fläche. Dies sollte aber in letzterem Fall sparsam gemacht werden. Für Tanzschulen oder Clubs mit größerem Verbrauch sind auch 5 Kilo-Eimer erhältlich. Sliding No.1 wird für alle Bereiche gekauft.

Natürlich gibt es Böden, die trotz aller Bemühungen glatt bleiben. Dies ist natürlich auch von der Pflege der Betreiber sowie der Art des Bodens abhängig. So hat ein "Wachsen" bei einem Metallboden kaum einen Nutzen. Dort greife ich zu den alten kleinen Tänzertricks, die man abends beim Ausgehen improvisieren kann. Ich möchte jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, das sogenannte "Tänzertricks" von den Herstellern der Tanzschuhe nicht empfohlen werden. Bin ich also mit meinem Tanzschuh in einer Disko oder Salsathek, so kann ich die Schuhe mit ein wenig Wasser tränken. Aber Vorsicht - das kann auch sehr stumpf machen. Je länger ich mich ins Wasser stelle (bitte aber auf dem WC in ein getränktes Papiertuch - beim Ausschütten der Gläserinhalte auf den Lokalboden gibt es Ärger mit dem Wirt!!) desto mehr kann sich die Sohle vollsaugen. Manchmal sind ein paar Minuten notwendig, da bereits Wachse in unter Sohle sind und das Durchdringen von Wasser nur langsam ermöglichen. Bei manchen Böden hat sich sogar Waffenöl (Balistol = in Sprühdosen im Waffenhandel erhältlich) bewährt. Auch habe ich bereits Mittänzer mit Ölen und Haarspray und Cola hantieren sehen. Letztere Varianten halte ich aber für fraglich, da die Sohlen verkleben. Von allen Flüssigkeiten können sich natürlich Klebstoffe lösen oder Sohlen verhärten. Also - nur für Notfälle benutzen um einen schönen Tanzabend nicht zu ruinieren. An solch einem "Rutschabend" kann man auch versuchen, sich zu überprüfen, ob das Gewicht "über den Füßen" ist. Einen guten Tänzer mit guter Haltung mit einer guten Achse kann normalerweise nichts so leicht von den Füßen werfen...

Absatzschoner

Absatzschoner

Absatzflecken

Absatzflecken

Eine kleine Hilfe für Frauen sind auch die Absatzschoner. Diese sind nicht wie der Name aussagt, dazu da um die Absätze zu schonen, sondern um diese griffiger, haftender zu machen. Viele Tanzschuhhersteller verwenden harte Kunstoffe als Absatzflecken. Je härter das Material, je weniger Bodenhaftung. Hersteller probierten die Produktion mit Chromleder auf dem Absatz. Dies hat sich jedoch nicht bewährt, da sich dieses schnell "abtanzt", und dann erneuert werden muss. Eine schöne Lösung sind meiner Meinung nach entweder die Leder-Absatzflecken an einigen Schuhen von Freed of London, Paoul und Diamant sowie auch der recht weiche Kunststoff, den Dance Naturals verwendet. Bei diesen Varianten sind eigentlich keine Schoner nötig. Jedoch gibt es mittlerweile viele Ausrichtungsorte für Turniere in denen das Tragen von Schonern vorgeschrieben wird, da man angebliche "Striche" auf dem Boden vermeiden will. Unserer Meinung nach kommen diese aber nicht von den Damenabsätzen. Es verteuert lediglich das Tanzvergnügen da man pro Paar je nach Hersteller von 1,80 bis 2,40 Euro rechnen muss.

Der Boden ist zu stumpf

Eigentlich ein seltener Fall. Aber auch dafür einen Trick, sogar einen preisgünstigen: Babypuder oder weißer Pfeffer. Auch dafür geben wir keine Garantie, wird aber von vielen Tänzern praktiziert. Man sollte diese Präparation allerdings auf seine eigenen Schuhe beschränken und nicht den Boden abstreuen um sich keine Feinde zu machen. Jeder Tänzer empfindet eine Fläche je nach Fußdruck und Dynamik in den Boden anders...

Der Schuh ist ausgeleiert oder einfach nur zu weit

Solette

Solette

Lederhalbsohle

Lederhalbsohle

Rutschbremse

Rutschbremse

Nun, beim Kauf muss man sich entscheiden, - je weicher (und damit teurer) das Material, so z.B. Tangoschuhe aus Ziegenveloursleder oder Tanzschuhe aus Lammnappa je angenehmer das Tragegefühl, speziell bei sogenannten Problemfüßen oder empfindlichen Menschen. Aber umso schneller dehnt sich der Schuh. Ein härteres Material dehnt sich nicht so schnell, ist aber evtl. nicht ganz so weich. Jeder muss probieren, was für seinen Fuß angenehm ist. Entscheidet man sich für ein weiches Material und stellt fest, dass der Schuh nach einiger Zeit ein wenig ausgeleiert ist, führen wir für diesen Fall diverse Einlegesohlen. Dabei handelt es sich um Sohlen mit Moosgummirücken, die - ganz wichtig - im Schuh nicht verrutschen. Für Latex-Allergiker gibt es auch Varianten in Leder. 2 Funktionen auf mal erfüllen auch sogenannte Fußgewölbestützen. Dance Affairs Hamburg führt diese von ganz flach (sogenannte Rutschbremsen) bis sehr hoch (für den Ermüdungsbruch-gepeinigten Fuß). Letzteres sollte man auch mit dem Orthopäden besprechen. Nicht jede Pelotte ist für jeden Fuß geeignet. Der Arzt kann aber genau messen, ob eine Spreizfußunterstützung oder nur sonstige Mittelfußgewölbeunterstützung von Nöten ist. Auch muss die Pelotte richtig eingeklebt werden, damit sie nicht noch mehr Schmerzen anrichtet. Vor Ort im Laden können wir Ihnen dies zeigen. Es gab früher die Regelung, im Quartal bis zu 2 Paar Tanzschuhe zurichten lassen zu können. Ob diese Regelung noch gilt entzieht sich meiner Kenntnis. Man kann jedoch schnell beim Artz oder Krankenkasse nachfragen. Dies lohnt sich für Tänzer die viel tanzen, da der Ballen gerade bei Frauen mehr als normal belastet wird und wir mit unseren Füßchen ja auch noch ohne Schmerzen alt werden wollen...

Cross-Riemen

Cross-Riemen

Bei zu weiten Turnierpumps kann man einen sogenannten Cross-Riemen verwenden. Diese führen wir in weiß, skin, aber auch in silber und gold, in schwarz Leder und Nubuk für Social-Dancing-Pumps. Auch kann man an zu weit gewordene Lederpumps sogenannte "gebuckte" Lederriemen anbringen lassen. Ein guter Schuster kann diese über seinen Großhandel für Sie besorgen und an gewünschter Stelle anbringen.

Antislip-Einlage

Antislip-Einlage

Für Trainerschuhe (geschnürte) für Damen führen wir Frottesohlen. Dies ist zu empfehlen, da man diese zwischen Trainingseinheiten mal auswaschen kann. Auch diese machen den Schuh ca. 1/3 Größe kleiner.

Zum Abschluß aber sei gesagt, daß der erste Tanzschuh oft zu groß gekauft wird. Der Kunde steigt aus seinem geräumigen Straßenschuh (für den es nicht wichtig ist das er komplett anliegt) in den Tanzschuh und verwechselt den Kontakt mit dem Material oft mit dem Gefühl "zu klein". Daher wie bereits an anderer Stelle erwähnt, den Schuh im Laden ein paar Minuten anlassen und genau fühlen.. ist es nur ein fest eingepacktes Gefühl am Fuß? .. oder drückt es wirklich? Es gilt: Der Fuß sollte ganz aufliegen, es sollten sich keine Zehen durch zu große Enge vorn übereinanderschieben und der Schuh sollte vorn nicht auf die Zehenfront aufdrücken, daß es unangenehm ist. Allerdings sollte der Fuß auch nicht im Schuh "schwimmen" - dies kann man bereits beim Kauf ein wenig beachten.